Donnerstag, 31. Mai 2012

Der schöne Mai...



war schon immer mein Lieblingsmonat, sicher auch weil ich im Mai Geburtstag habe. Und auch hier in Ghana ist der Mai ein schöner Monat, seit einigen Wochen hat es wieder angefangen zu regnen und alles grünt, hunderte oder noch mehr Schmetterlige schwirren durch die Luft und es ist auch inzwischen nicht mehr ganz so heiß.
Die ersten paar Tage im Mai war ich noch in Deutschland und habe auch dort sonniges Wetter genossen.
Nun wieder zurück in Nakpanduri ist noch immer genug zu tun für uns und zwar in allen Bereichen.
Den Einstand gab´s für mich dann gleich bei der Geburt eines Kindes, das so schnell auf die Welt kam und dann letztendlich neben dem Kreissaal im Bad lag, die Plazenta daneben und keiner da der helfen konnte/wollte. Die Hebamme war krank und auch sonst war niemand da der helfen konnte. Auch wenn ich keine Hebamme bin, ein bisschen was weiß ich doch und so haben wir schließlich Mutter und Kind gemeinsam versorgt. Als sie eine Woche später zur Nachsorge da war, da war auch ich sehr froh das es den beiden gut ging.

Das neue Volontärshaus ist auch schon im Baubeginn und ich fühle mich auch hier ein bisschen verantworltich zu schauen wie es so aussieht. Den Bauauftrag hat nämlich Daniel Ayembilla (mein ghanaischer Chef) gegeben, der aber auf der anderen Seite Ghanas wohnt und eben nicht mal schnell vorbei kommen kann um zu schauen wie weit alles ist und wo noch was fehlt.
Die „Bauaufsicht“ hat deshalb auch unser Pastor hier vor Ort übernommen. Jedoch ist er über etwas (mentale) Unterstützung froh,somit habe ich mich nun auch ein wenig in die ganze Bauplanung eingemischt auch wenn ich ehrlich gesagt nur wenig Ahnung davon hab.
Es wird denke ich ganz gut sein wenn wir dann (hoffentlich bald) ein wenig mehr Platz und Privatsphäre haben und uns auch vielleicht mal selber etwas kochen können. Von daher freue ich mich shcon darauf, auch wenn das bedeutet das ich dann umziehen muss und das prinzipiell nicht yu meinen Lieblingsbeschäftigungen gehört. Aber 2 Vorteile hat es immer: man entdeckt lang verloren gegblaubtes und wir ein wenig überflüssiges los.

Der Urlaub in Deutschland und die Auszeit vom Alltag in Nakpanduri hat wirklich gut getan, wieder von etwas Entfernung auf alles schauen, wieder den Blick für das zu kriegen was eigentlich wichtig ist.Da ich ja noch länger hier bleibe ist es nicht ganz unwichtig für mich zu wissen wo ich hinwill, wo ich meine Prioritäten setze.
Ich freu mich echt auf die Zeit die noch vor mit liegt, auch wenn vieles nach wie vor eine Herausforderung ist...doch ich hab auch schon einiges dazu lernen können.
Zu wissen das weniger manchmal mehr ist, gerade was die Zeiteinteilung betrifft. Manches lieber effektiv und überlegt als sich zu verausgaben.
Hier bin ich halt doch mehr oder weniger mein eigener Chef, wieviel ich mach und wieviele Stunden am Tag..das liegt hier ziemlich in meiner Hand. Das ist Chance und Gefahr zugleich. Für mich mehr in der Hinsicht zuviel zu machen um dann keine Energie für das wirklich wichtige zu haben.
Drum heißt es nach wie vor nicht den Fokus auf die „wirklich wichtigen“ Dinge zu verlieren...wie immer halt im Leben, egal ob Europa oder Nakpanduri!

1 Kommentar:

  1. Hi liebe Eli!
    Es war schön, wieder was von dir zu lesen!
    LG, Rk :)

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