Montag, 6. Februar 2012

War nicht erst gestern Weihnachten??

.....frag ich mich manches mal wenn ich auf den Kanlender schaue. Und bin mal wieder verwundert wie schnell der erste Monat im neuen Jahr vergehen konnte und ich noch nicht einmal Zeit gefunden habe euch an meinem besonderen Weihnachtesfest teilhaben lassen.

Deshalb nun wenigstens heute ein Versuch das erlebte in Worte zu fassen. Es war definitiv das entspannteste Weihnachtsfest seit ich denken kann...wenn man am 23.und 24.12. Zeit zum ausruhen und lesen bleibt und man nicht 1000 Dinge zu erledigen hat. Die Weihnachtsfeier mit den Waisenkindern hatten wir ein paar Tage zuvor und sie gleichzeitig in die Weihnachtsferien entlassen. Somit war der 23.12. der erste Tag seit ganz langem an dem wir nichts zu tun hatten. Ein paar mal musste ich Sandra fragen :“Haben wir heut auch wirklich nichts zu tun??Nichts was wir noch erledigen müssen?“ Umso mehr konnte wir das inzwischen volle Chief-Haus mit so gut wie allen Familienmitgliedern genießen..Freunde besuchen und treffen, da Weihnachten auch hier so gut wie alle nach Hause kommen und viele das komplette Jahr in einer der größeren Städte zum arbeiten oder studieren verbringen.

Auch essensmäßig war dank der noch rechtzeitig eingetroffenen Pakete gesorgt. Und wir haben auch ein extrem leckeres und besonderes Weihnachtsessen genießen dürfen (mit dem wir gar nicht gerechnet hatten).

Kurzum: Es war ganz anders,sehr entspannt und einfach schön hier mit der Familie feiern gekonnt zu haben. Und die Leute in Nakpanduri wissen es zu feiern und fröhlich zu sein...das steckt definitiv an!

Kurz nach Weihnachten ging es dann weiter zur Ayembilla-Familie mit denen wir Silvester verbracht haben. Es war sehr schön mal wieder alle zu sehen und auch die anderen Freiwilligen zu treffen. Die beiden anderen Freiwilligen sind dann auch 2 Tage mit uns nach Nakpanduri gefahren bevor wir weiter in einen Nationalpark gefahren.Dort hatten wir einen Tag für ein kurzes Seminar und Safari bevor es wieder zurück ging nach Nakpanduri.

So schön es auch ist unterwegs zu sein und mit so vielen tollen Leuten Zeit zu verbringen, so sehr fehlt dann auch der Schlaf und das ausruhen.

Der Januar ging vor allem deshalb so schnell vorbei weil genug auf dem Programm stand. Die Waisenkinder brauchten neue Schulhefte und in der Klinik gab es auch alle Hände voll zu tun in den ersten Wochen.

Insgesamt waren wir auf 3 Beerdigungsfeiern (2 davon nahe Verwandte von Mama Dorcas) und somit auch die Wochenenden gefüllt.

Der Februar ist zum Glück noch nicht ganz so voll und Ende des Monats geht es dann nach Jirapa wo wir unser Zwischenseminar haben werden.


5 Monate sind wir nun in Ghana und es macht nach wie vor sehr viel Freude und Spaß hier zu leben und zu arbeiten. Einzig die richtige Zeiteinteilung um alles unterzubekommen ist gerade meine größte Herausforderung.

Umso mehr weiß man aber jede Minute und Stunde zu schätzen die sich ergibt und in der man zum lesen,mail schreiben oder schlafen kommt.


Zumindest das lesen wurde mir ermöglicht als ich die letzte Woche aufgrund meines eiternden rechten Zeigefingers nicht arbeiten konnte in der Klinik.

Hier hatte jeder Verständnis und wusste um was es geht als sie meinen Finger gesehen haben. Als wir dann zu einem Freund gesagt haben das wir sowas noch nie bei jemandem in Deutschland gesehen haben meinte er: „Oh...das heißt du bist jetzt wirklich in Afrika angekommen!“:) Wenn es eine andere Möglichkeit gegeben hätte das festzustellen hätte ich auch nichts dagegen gehabt. Aber immerhin sind die Schmerzen weg und es wird langsam besser! Das ist schon mehr als genug im Moment!

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